Peter Kloeppel, RTL:

“Die journalistische Herausforderung beginnt jeden Tag aufs Neue.”

Was ist guter Journalismus?
Journalismus ist dann gut, wenn Journalisten ihr Handwerk verstehen – also neugierig sind, sich bei der Recherche und in Interviews nicht mit der erstbesten Antwort zufrieden geben, ihre Adressaten ernstnehmen, wenn sie verständlich, interessant und fesselnd schreiben, und wenn sie ein Gespür für Themen haben, die die Menschen interessieren und sie schlauer machen.

(Wie) Ist Ihnen persönlich das Internet dabei eine Hilfe?
Das Internet erleichtert und beschleunigt die Recherche – aber man darf nie vergessen, dass man es fast immer mit Sekundär- oder Tertiärquellen zu tun hat. Das Telefon, kontinuierlich gepflegte Kontakte, eine gut sortierte Handbibliothek und eigenes Fachwissen sind unersetzlich.

Was ist der beste Weg in den Beruf?
Ein eher “fachfremdes” Studium und dann Journalistenschule oder Volontariat. Und je früher man beginnt die Welt kennenzulernen, desto leichter fällt einem beides.

Welchen Ratschlag, welche Regel oder welche Routine befolgen Sie?
Jede Geschichte, und sei sie noch so klein, verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Jeder Mensch, mit dem man es zu tun bekommt, verdient es ernst genommen zu werden. Und jede Information verdient es, überprüft zu werden.

Wie geht’s weiter?
Nachrichten haben nie Feierabend, die journalistische Herausforderung beginnt jeden Tag aufs Neue.

kloeppel
Peter Kloeppel, RTL